Zu Gast an unserem „Offenen Abend“ am 3. Febr. 2025

Quelle: BIEGE-Logo_Entwurf_2025-01-11

BIEGE – Bielefelder Energie Genossenschaft (in Gründung)

Wer oder was ist die BIEGE?

Eine Bürger-Energie-Genossenschaft mit dem Ziel, zur Verringerung des klimaschädlichen CO2 Ausstoßes beizutragen und der Möglichkeit, sich direkt oder indirekt zu beteiligen.

So stellte sich die BIEGE vor:

Die seit 2024 im Kern aus ca. 15 Personen bestehende Initiative strebt die Gründung einer Genossenschaft an. Zu Beginn soll der Schwerpunkt darauf liegen, regionale ungenutzte, in Privateigentum oder öffentlicher Hand befindliche Flächen gezielt für Photovoltaikanlagen zu nutzen. Die Initiatoren können mittlerweile auf gewonnenen Erfahrungen als auch das Know-how der Aktiven im technischen und kaufmännischen Bereich zurückgreifen.

Das Konzept sieht vor, durch die Gesellschaft geeignete Flächen langfristig anzumieten / zu pachten und mit genossenschaftseigenen Photovoltaikanlagen auszurüsten. Alle dadurch entstehenden Verpflichtungen werden von der Genossenschaft übernommen.

Die Grundstücks-/Gebäudeeigentümer brauchen sich weder um bautechnische Fragen noch um Genehmigungsverfahren, um Abrechnungen, steuerliche Fragen oder Instandhaltung etc. zu kümmern. Viele Gründe, warum sich Private bislang vor einer Umsetzung verhalten zeigen!

Die Genossenschaft profitiert von günstigen Einkaufspreisen bei Material und Montage. Der Kostenblock für Verwaltung kann ebenfalls niedrig gehalten werden, da man ertragsorientiert, nicht aber gewinnmaximierend agieren will (u.a. ehrenamtlicher Einsatz, Weitergabe von niedrigeren Energiepreisen an Verbraucher).

Erwirtschaftete Gewinne sollen reinvestiert werden, u.a. auch für kostenintensivere Maßnahmen (z.B. dezentrale Wärmepumpen, Speicher). Großanlagen oder überregionale Standorte sind zu Beginn nicht angedacht.

Jedes Projekt soll sich aus sich heraus finanzieren – Quersubventionen sind nicht vorgesehen.

Für eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft ist eine Mindest-Beteiligung von € 200 festgesetzt. Unabhängig von der Beteiligungshöhe wird jedes Mitglied lediglich ein Stimmrecht erhalten.

Darüber hinaus können der Genossenschaft projektgebundene, zu verzinsende Darlehen t gegeben werden.

Je nach Konstellation können Verpächter der Flächen auch als Direktabnehmer auftreten und somit von einem niedrigeren Energiepreis profitieren. Das stellt die rentabelste Art von Projekten zur Stromerzeugung dar weil keine Netzgebühren fällig werden.
Der Anteil der vor Ort verbrauchten Energie aus der Erzeugungsanlage ist eines der wichtigsten Kriterien für die Rentabilität eines Projektes.

Bereits heute steht die BIEGE potenzielle Flächenanbietern für ausführliche Gespräche zur Verfügung. Die Machbarkeitsstudie als auch eine Aufwand-/Ertragskalkulation bietet man unverbindlich und kostenlos an.

Einige Planungen sind schon fortgeschritten und können 2025 begonnen und abgeschlossen werden.

Einen möglichen Schwerpunkt sieht die Genossenschaft in der Umsetzung von Projekten zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung. Hierbei kann der Photovoltaikstrom vom Dach eines Mietshauses mit mehreren Mietern oder Wohnungseigentümern an diese anteilig zu günstigen Konditionen geliefert werden. Die Verrechnung setzt Smart-Meter voraus.
Dieses vielversprechende Modell ist in Deutschland gerade erst angelaufen

Kontakt: biege@mail.de

Woraus ist die Initiative entstanden?

Im Herbst 2023 bildete sich in Dornberg eine Nachbarschaftsinitiative mit dem Ziel, ein Nahwärmenetz für den Bereich „Am Gottesberg/Am Petersberg“ zu errichten. Ein kompaktes Siedlungsgebiet mit Reihenhäusern und größeren Wohnblöcken, die überwiegend in den 1970er-Jahren errichtet worden sind. Bisher heizen nahezu alle Hauseigentümer und Mieter mit Gaszentralheizungen.

Die Wärmeplanung der Stadt Bielefeld sieht für dieses Gebiet keinen Anschluss an das Fernwärmenetz vor.

Um eine möglichst klimaschonende und bezahlbare Wärmeversorgung zu gewährleisten, wäre deshalb ein Nahwärmenetz unter Nutzung von CO2-neutraler Energieformen von großem Vorteil. Die Stadtwerke Bielefeld zeigten in 2024 zunächst Interesse an einem solchen Projekt und sagten zu, eine entsprechende Planung bis zum Jahreswechsel 2024/25 vorzulegen. Aus für die Initiatoren nicht bekannten Gründen hat sich das nicht realisieren lassen.

Die Initiatoren beginnen deshalb wieder von vorne. Die Nachbarschaftsinitiative verfolgt ihr ihr Ziel einer gemeinschaftlichen Wärmeversorgung jedenfalls weiter. Möglicherweise bieten die Ergebnisse der Exploration des Geologischen Dienstes NRW zu den Chancen von Tiefengeothermie einen Ansatzpunkt. Die Ergebnisse der Messkampagne mit Vibro-Mobilen im Herbst 2024, die auch in unmittelbarer Nähe des Wohngebiets in Kirchdornberg stattgefunden hat, sollen im Sommer 2025 vorliegen.